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Bergen, Norwegen

Bergen zählt nur knapp 200.000 Einwohner und ist doch die zweitgrößte Stadt Norwegens: und unter einigen architektonischen und historischen Aspekten, die sie zu einem wahren Schmuckstück machen, ist sie sogar interessanter als Oslo.
Schon die Lage Bergens ist außergewöhnlich. Eingeklemmt zwischen einem Hügel und den sieben umstehenden Bergen, öffnet sich die Stadt zu einem kleinen Hafen, der den Bewohnern Jahrhunderte lang Unterhalt und manchmal auch Schutz bot. 1702 nämlich fand die Bevölkerung Zuflucht auf dem Meer vor einem Feuer, das sich in den kleinen Holzhäusern des Ortes ausbreitete. Trotzdem mussten Hunderte von Toten beklagt werden.
Doch das neue Bergen wurde nach dem Modell der alten Stadt rekonstruiert, mit den gleichen charakteristischen Bauten. Bergen ist ein Hafen von ausgedehnten Dimensionen: hier gehen jedes Jahr nicht weniger als 50.000 Besucher an Land, die von der Schönheit dieser Region und den Ausflugsmöglichkeiten an den Fjorden angezogen werden. Der Tourismus ist ein wichtiger Industriezweig für die hiesige Bevölkerung, die mit Intelligenz die Schönheiten der Gegend bewahrt und bekannt gemacht haben.
Die Stadt wurde im 11. Jahrhundert von König Olav Kyrre gegründet; sie war außer einem der Fischerei verschriebenen Hafen auch königliche Residenz und norwegische Hauptstadt bis zum 13. Jahrhundert. Die mächtige Hanseatische Liga wurde auf Bergen aufmerksam und das Viertel Bryggen wurde zu einem germanischen Hansekontor. Sogar eine Barriere wurde um dieses den deutschen Kaufleuten vorbehaltene Viertel errichtet, deren Macht so groß war, dass sie nicht einmal allen lokalen Gesetzen unterstanden.
Vierhundert Jahre lang bestand die absolute deutsche Vorherrschaft, dann übernahmen die Dänen diese Rolle. Von der Blüte der Hanseaten bleiben heute nur vier Häuser, die zwar nicht original sind, aber detailgetreu nachgebildet wurden.
In Bergen wurde einer der größten zeitgenössischen Musiker geboren, Edvard Grieg: ihm ist auch ein großer Teil der Aktivitäten in Troldhaugen gewidmet, einem der eindrucksvollsten Winkel der Stadt, in dem Musik und Leben des berühmten Musikers den Besuchern auf Schritt und Tritt folgt.
Die wenigen von Zerstörungen verschonten architektonischen Strukturen sind Zeugen einer Zeit, als Bergen durch die Anwesenheit der Hanseaten einer der blühendsten und frequentiertesten Märkte des Kontinents war.
Sehr wertvoll ist das Bryggen Museum, wie auch die historische Kirche St. Mary, die auf das 12. Jahrhundert zurück geht und ganz aus Stein, direkt hinter dem Museum errichtet wurde. Bemerkenswert auch die Bedeutung des Fantoft-Tempels, einer im 13. Jahrhundert ausschließlich aus Holz errichteten Kirche, die ursprünglich offensichtlich nicht für die christliche, sondern für die heidnische Religion bestimmt war.
Die Kirche hat fast tausend Jahre lang der Zeit getrotzt, bis sie bei einem Brand im Jahre 1992 komplett zerstört wurde. Für die Bevölkerung war das ein harter Schlag, inzwischen wurde die Kirche jedoch in einer detailgetreuen Nachbildung rekonstruiert.
Norwegen bietet einen Markt für hochqualitative und vor allen Dingen zeitlose Souvenirs, wie zum Beispiel handgefertigte Glaswaren und dekoriertes Porzellan. Das Zinnhandwerk besitzt den Vorteil, dass durch den Ausschluss des Bleis aus dem Fertigungsprozess, die Teller und Behälter auch unbedenklich Lebensmittel geeignet sind. Der Thulit ist ein in Norwegen vorkommender Halbedelstein: aus ihm werden effektvolle Schmuckstücke jeglicher Form hergestellt. Eine überall bekannte Spezialität des Landes sind die Norweger-Pullover aus grober Wolle, die immer reißenden Absatz finden.

Weitere Infos unter www.visitbergen.com/de/