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Bombay, Indien

Bombay ist die Hauptstadt des Staates Maharashtra (Indien ist eine föderative Republik) und gleichzeitig auch die bevölkerungsreichste Stadt des Landes. Ursprünglich aus einer Gruppe von 7 Inseln bestehend, war es bereits im 3. Jahrhundert v.Chr. Teil des vom buddhistischen Kaiser Ashok beherrschten Maurya-Reiches.
Die ersten Einwohner waren aller Wahrscheinlichkeit nach buddhistische Mönche: aus dieser Zeit (320-184 v.Chr.) sind uns nur wenige historische Zeugnisse geblieben. In den folgenden Jahrhunderten kamen die hinduistischen Koli-Fischer hierher und damit machte der Buddhismus dem Hinduismus Platz.
Die Koli-Fischer nannten ihre erste Siedlung "Mumbai", ein Begriff, der auf die Verbindung des Namens der lokalen Göttin Mumba und der Silbe "ai", die auf Marathi "Mutter" bedeutet, zurückgeht, also: Mumbai bzw. Mutter Mumba. Dieser Name ist in der offiziellen Sprache Westindiens stets verwendet worden.
1534 wurde Mumbai von den Portugiesen erobert, die den Hafen "Boa Baía" (gute Bucht) tauften. Dies ist der Ursprung des heutigen Namens der Stadt, der später anglisiert wurde: Bombay. Donna Katharina von Braganza, Tochter von König Johann IV. von Portugal, brachte die Stadt als Mitgift in ihre Ehe mit König Karl II. von England ein. Die Prinzessin wurde Königin und Bombay ging damit in die Hand der Engländer über, was bis 1947 so blieb. 1995 wurde der Name der Stadt geändert. Per Parlamentsurkunde von 1997 heißt sie seither offiziell Mumbai.
Mumbai ist die größte Hafenstadt Westindiens. Hier schifft sich die Hälfte des Passagierverkehrs des gesamten Landes aus und ein. Neben dem Schiffstransport hat sich aber auch der Eisenbahnverkehr entwickelt: die Stadt ist ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt.
Geschäfts- und Gewerbezentrum, Finanzhauptstadt, Hauptader der Wirtschaft des Landes: Mumbai weist ein wahrhaft beeindruckendes Wachstum auf. Eine Volkszählung von 2001 ergab fast 12 Millionen Einwohner, und die Schätzungen für 2005 liegen bei 17 Millionen!
Hier haben auch die größten Banken des Landes ihren Sitz, darunter die Reserve Bank of India (die indische Zentralbank), Finanzgesellschaften, die Börse und natürlich die Hauptsitze der großen Unternehmen. In Mumbai wird schlichtweg alles hergestellt, die Produktion erstreckt sich von Baumwolle und Kleidungsstücken (mit langer Tradition, die bereits zu Zeiten der Ostindien-Kompanie begann) zu Autos, von der Metallurgie zur Chemie und zu Erdölraffinerien. Obwohl die Filmproduktion "nur" für das Inland (mehr als eine Milliarde Menschen) bestimmt sind, ist Bombay ("Bollywood") auch der größte Filmproduzent der Welt.
Das bekannteste Symbol der Stadt aus der Kolonialzeit ist der Gateway of India, das Indische Tor. Es wurde 1924 eingeweiht und ist ein Monolith aus gelbem Basalt, der eine Art Mischung aus römischem Triumphbogen und arabischem Palast darstellt. Ein weiteres Symbol der Stadt ist das Taj Mahal Hotel, von dem man einen schönen Blick auf den Gateway genießt.
Es wurde von einem großen Wohltäter der Stadt gegründet, dem Philanthropen J.N. Tata, dem wahrscheinlich wegen seiner parsischen Abstammung der Eintritt in ein europäisches Hotel verwehrt geblieben war. In der Umgebung des historischen Hotels, das 1903 entstand, liegt die von Touristen meistbesuchte Gegend. Die Stadt ist ein bedeutendes Kulturzentrum; hingewiesen sei an dieser Stelle auf die Universität von Mumbai (1857), zahlreiche Hochschulen, das Prince of Wales Museum of Western India (1905) und die National Gallery of Modern Art.
Das Stadtviertel Fort beherbergt dagegen die wichtigsten öffentlichen Gebäude und großen Geschäfte der Stadt. Sein Name geht auf ein englisches Fort zurück, das sich einst hier befand: die Bauwerke sind prunkvoll, von prächtigen Fassaden verziert und von jenem unverwechselbaren gotisch-viktorianischen Stil geprägt, den Königin Victoria, die unter anderem auch Kaiserin Indiens war, der Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert verlieh. Der Chatrapathi Shivaji Terminus (der einstige Victoria Terminus) steht geradezu sinnbildlich für einen Stil, in dem Fialen und Zinnen, Glasflächen und Strebebögen mit Affen, Pfauen und Elefanten darstellenden Skulpturen vereint sind, und ist einer der architektonisch beeindruckendsten Bahnhöfe der Welt.
Erwähnung verdienen auch die Stadtparks, zum Beispiel die Victoria Gardens, zu denen ein Zoologischer Garten, der Hajiali-Park, eine Pferderennbahn und ein Stadion gehören. In den westlichen Vierteln der Stadt sind auf jeden Fall das Mahatma-Gandhi-Museum, das dem Unabhängigkeitskampf und seinem Leader gewidmet ist, und der Park Kamala-Nehru einen Besuch wert. Die Altstadt ist sehr reizvoll, lebendig, voller Marktstände, Geschäfte und Bazars wie dem Crawford Market - der Gold- und Silbermarkt - oder dem Benghi Bazar.

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