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Bornholm, Dänemark

Dänemark? Ja, geographisch betrachtet, liegt Bornholm in Dänemark- doch ist auch Grönland dänisch. Die Einwohner von Bornholm legen auf beide Aspekte großen Wert und sie sind der Königsfamilie treu ergeben. Sie erhalten sich jedoch auch ihre eigene Identität.
Die Unterschiede sind beträchtlich und schon auf den ersten Blick erkennbar. Bornholm ist die einzige der zum dänischen Territorium gehörenden Inseln, die vollständig aus Fels besteht. Die Landschaft bildet einen klaren Kontrast zu den ruhigen dänischen Küsten.
Hier beherrschen Wäldern und gewaltige, in die Ostsee mündende Wasserläufe die Natur. Bornholms Ursprünge sind mehr als legendär: die Wikinger kamen ungern zu diesem ausschließlich den Göttern vorbehaltenen Ort. Mit den Göttern trieben die Herren des Meeres nicht gern ihren Spaß. Jedoch glaubt man, dass Bornholm früher, vor ca. 130 Millionen Jahren, von einer Dinosaurier-Spezies bewohnt war. Reste dieses Dromaeosaurus, einer Riesenechse mit einer Länge von drei Metern und einem Gewicht von ca. achtzig Kilo, wurden im Sommer 2000 von einer Geologie-Studentin des Instituts für Naturgeschichte entdeckt.
Der erste Fund, ein zwei Zentimeter langer Zahn, brachte eine Reihe von Forschungs- und Studienarbeiten ins Rollen, welche unter den Inselbewohnern Begeisterung auslöste. Die ersten menschlichen Siedlungen gehen auf eine Zeit vor mindestens zehntausend Jahren zurück: die ersten Gruppen von Siedlern, die hier auf Einbäumen ankamen, sind sehr wahrscheinlich von der heutigen deutschen Küste abgefahren. Nachdem den Wikingern bereits nach geringer Zeit klar wurde, dass es hier keine Götter zu befürchten gab, begannen sie ihre Raubzüge.
Die Bewohner der Insel verteidigten sich, indem sie zwischen Ekkodalen und Jomfrubjerget ein Fort bauten, das ihnen als Zufluchtsort diente und heute Gamleborg heißt.
Bornholm erlebte seine Glanzzeit, von der heute noch beispielsweise das antike Königsschloss des Baltikums, Lilleborg, zeugt, das im Wald von Almindingen steht. Glaubt man der Legende, wurde es an der Stelle erbaut, wo einst Gamleborg stand. Ein älteres Gebäude befindet sich im Südteil der Insel, an der Spitze von Paradisbakkerne. Sehr wahrscheinlich flüchtete sich die Bevölkerung, der ständigen Überfälle der Piraten müde, sich bereits ab 500 v.Chr. hierher.
Bornholm ist reich an Zeugnissen uralter Kulturen. Es gibt Grabstätten und Bauta-Steine, aus dem Zeitalter des Neolithikum, viele Grabsteine und kleine Wohnstätten aus dem Bronzealter. Die Insel ist für viele Besucher ein bevorzugter Anziehungspunkt in Dänemark. Hier findet man zwei der schönsten Wasserfälle des Baltikums, viele Naturressourcen und die Landschaft ist von außerordentlicher Schönheit.
Unverwechselbares Markenzeichen von Bornholm sind vier runde Kirchen. Sehr wahrscheinlich waren diese Kirchen früher kleine Forts, die den Einwohnern Schutz gewähren sollten. Sie überlebten Plünderungen und den Lauf der Zeit und stehen in Nyker, Olsker, Østerlars und Nylars. Nach Meinung der Historiker befindet sich die älteste Kirche in Østerlars und wurde wahrscheinlich zwischen 1100 und 1150 erbaut.
Jede der Kirchen hat ihren eigenen Friedhof, der in seiner Bedeutung einem Denkmal nahe kommt. Für die sehr religiöse Bevölkerung von Bornholm symbolisieren diese vier runden Kirchen den Widerstand gegen feindliche Bedrohung. Den eigenen Glauben nach sitzt die Seele der Insel hier.

Weitere Infos unter http://www.visitdenmark.de/de/bornholm/natur/bornholm