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Cadiz, Spanien

 

Die andalusische Stadt Cadiz, wichtige Hafenstadt, Hauptort der Provinz und Bischofssitz, ist berühmt für ihre malerische Lage. Sie erhebt sich auf einem Kalkfelsen, der am Ende einer 9 Kilometer langen Landzunge im Golf von Cadiz aus dem Atlantischen Ozean ragt. Mit dem Festland wird sie außerdem durch eine Brücke verbunden. Bis zu 15 Meter hohe, mächtige Mauern schützen die Stadt vor den Wellen: der Tidenhub liegt normalerweise bei 2 Metern, kann aber bei Springfluten bis zu 3 Metern erreichen. Die weißen Häusern mit den flachen Dächern, den "Miradores" und den charakteristischen Aussichtstürmchen, so wie auch die palmenreichen Parks mit der weiten Sicht auf den Ozean verleihen Cadiz eine ganz besondere Attraktivität, die der Stadt den Namen "Taza de plata", Silbertasse beschert hat.
Cadiz ist mit Sicherheit, so wie Marseille in Frankreich, die älteste und historischste Stadt der iberischen Halbinsel. Sie wurde von den Phöniziern gegründet und dann von den Karthagern besetzt, die von hier aus nach Südspanien eindrangen. Im Zweiten Punischen Krieg fiel sie unter die Herrschaft der Römer und erreichte ihren höchsten Entwicklungsstand kurz vor einer tiefen Krise im Mittelalter, von der sich die Stadt erst nach der Wiederkolonisation und der Entdeckung Amerikas erholte, als die zurückkehrende Flotte in ihrer Bucht ankerte. Der Verlust der Kolonien ließ sie erneut ihre Bedeutung verlieren, die sie erst in der heutigen Zeit wiedererlangt hat.
Besonders sehenswert sind die Monumente und Kirchen im Stadtzentrum, besonders die Santa Caterina-Kirche, eines der Meisterwerke des Architekten Murillo, der bei der Fertigstellung dieses letzten Werkes sein Leben verlor. Sehr schön ist auch die Kathedrale: mit ihrem Bau wurde 1722 begonnen, doch erst 1838 konnte sie fertiggestellt werden. Ihr Inneres wird sie von riesigen Säulen in drei Schiffe unterteilt, über die sich die majestätische, quadratische, 52 Meter hohe Kuppel erhebt.
Sevilla etwa 10 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, ist der Hauptort Andalusiens, und die viertgrößte Stadt Spaniens. Sie wird mit dem Meer durch Kanäle und den Fluss Guadalquivir verbunden, der auch für große Dampfer schiffbar ist. Die Lage der Stadt ist bemerkenswert, denn obwohl sie 87 km vom Meer entfernt liegt, besitzt sie einen sehr aktiven Hafen.
Wegen der von unzähligen Farben geprägten Landschaft wird Sevilla "Stadt der tausend Reflexe" genannt; seine Umgebung verläuft sich - so weit das Auge reicht - in bestellte Felder, Weinberge, Oliven- und Orangenhainen. Sevilla wurde von den Iberern gegründet und von Phöniziern, Karthagern, Griechen und Römern erobert; es war 461 Hauptstadt des westgotischen Reiches und ging 712 an die Araber, deren Herrschaft bis 1248 dauerte, als Ferdinand III. von Kastilien die Stadt befreite und sie zu seiner Residenz machte. Im Jahre 1300 übernahm Don Pedro el Cruel das Regiment; Kolumbus ankerte hier bei seiner Rückkehr aus Amerika (1493) und von da an begann die Glanzzeit Sevillas, die über ein Jahrhundert dauern sollte.
In Erinnerung an Kolumbus und sein Lebenswerk hat auch Sevilla, wie ihre Zwillingsstadt Genua, eine internationale Ausstellung organisiert, die über 2 Millionen Touristen nach Spanien gelockt hat. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehört die Kathedrale, die in über 100 Jahren Arbeit genau auf dem Platz errichtet wurde, wo einst die Araber eine der bedeutendsten Moscheen ganz Spaniens gebaut hatten.
Der Turm der Giralda, 93 Meter hoch, ist das Wahrzeichen der Stadt: dem Minarett der antiken Moschee wurde eine Spitze aufgesetzt und damit in einen Glockenturm umgeändert. Vom Turm hat man einen atemberaubenden Blick. Das Innere der Kathedrale besticht durch eindrucksvolle Schönheit und birgt neben vielen Schätzen auch das Grabmal von Christoph Kolumbus.
Ein weiteres interessantes Bauwerk ist Alcazar, Festung und Palast der arabischen Herrscher, der im 12. Jh. begonnen und nachfolgend erweitert wurde. Der Hauptteil stammt von König Pedro el Cruel. Anschließend wurde er ein weiteres Mal erweitert und mehrmals restauriert, wie nach dem Erdbeben von 1755 und einem Brand von 1762, bei denen er stark beschädigt wurde. Bemerkenswert die herrlichen, farbenfrohen Arabesken, die "Azulejos" (Kacheln) der Wände und die Kassettendecken.
Außen wurden schöne maurische Gärten mit Brunnen, Bädern und überraschenden Wasserspielen angelegt.

Weitere Infos unter http://www.spain.info/en/que-quieres/ciudades-pueblos/provincias/cadiz.html