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Hammerfest, Norwegen

Herzlich willkommen in der nördlichsten Stadt der Welt und tatsächlich dem letztem nördlichen Ort der menschlichen Zivilisation, bevor das ewige Eis des Nordpols beginnt. Hammerfest ist eine Stadt mit relativ kurzer Geschichte, die neuerdings durch das Interesse der Touristen für den Arktischen Polarkreis und der Region der Finnmark einen relativ großen Besucherstrom anzieht. Obwohl der Name sofort an Finnland denken lässt, dessen ideale geographische Verlängerung die Hochebene Finnmark ist, befinden wir uns hier auf norwegischem Territorium. Die Finnmark ist ein ganz spezielles Gebiet an der Grenze zwischen Russland und Finnland, dessen größter Teil heute ein Nationalpark ist. Der Park Øvre Pasvik befindet sich in dem größten ursprünglichen Park der Polkappe und ist ein Paradies für Bären, die hier die außergewöhnlichsten Jäger von Hechten und Lachsen zu sein scheinen. Hammerfest befindet sich genau vor dem Eingangstor des Arktischen Eismeeres. Die Stadt entstand Ende 1700, als sich die Interessen der Fischfanggesellschaften zu konkretisieren begannen. Sie lebten einfach von dem, was das offene Meer zu bieten hatte. Bis dahin war Hammerfest nur ein Zufluchtsort gewesen, an dem man während der Bärenjagd Unterschlupf suchen konnte. Von hier, dem allernördlichsten Punkt, begannen im Jahr 1795 die ersten internationalen Speditionen zu starten. Das war dann auch der Beginn der Entwicklung der Stadt. Erst ein Verkaufsstand, dann ein kleiner Hafen, heute ein Umschlagort, der jedes Jahr den Transport vieler Tausend Passagiere verzeichnet und der auch bezüglich Wirtschaft und Handel einer der aktivsten Häfen Norwegens ist. Hammerfest ist mit seinen ca. 10.000 Einwohnern ein Ort, der zur ca. 1.800 Quadratkilometer großen Provinz Kvalsund gehört, die wegen ihrer ganz besonderen Lage seit 1869 eine unabhängige Verwaltung besitzt. Die Natur ist extrem wild und rau, aber auch sehr großzügig und weit. Genau dieses Bild haben die einheimischen Verwaltungen stets versucht beizubehalten. So behauptet sie mit sehr viel Stolz, dass Hammerfest eine der wenigen Städte der Welt ist, in denen die Umwelt praktisch überhaupt nicht geschädigt wurde. Alles wird nach den Kriterien von Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz wieder aufgearbeitet und wiederverwertet. Eine der bedeutendsten Institutionen der Stadt ist zweifelsohne »Die antike Gesellschaft des Polarbärs", der Isbjørnklubben, dessen Sitz sich in einem kleinen Museum befindet. Sie beschreibt die Geschichte der Stadt, die erst nur von Jagd und Fischfang lebte und nun begonnen hat, unbekanntes Terrain zu betreten. In diesem Museum befinden sich sehr viele Tierarten, die in den Polarmeeren leben. Ein besonderer Anstecker mit dem Bären, den Sie dort erhalten können, ist ein Abzeichen, das nur derjenige trägt, der Hammerfest besichtigt hat und Mitglied des Clubs des Polarbären geworden ist. Die Felsenriffe der Küste und die großen Sumpfgebiete im Landesinneren bieten günstigste Bedingungen für Brutplätze von Hunderttausenden von Vögeln. Vom Boot aus können Sie Meeresadler, Möwen, Kormorane und Papageitaucher in ihrem natürlichen Habitat beobachten und fotografieren. Ein verzaubertes Paradies befindet sich auch im Inneren der Finnmark. Hier beginnt ein 307 m langes Felsenriff, das steil zum Arktischen Eismeer abfällt. Es wird jedes Jahr von Tausenden von Touristen besichtigt, die aus allen Teilen der Welt kommen, um zu sehen, wie sich um Mitternacht die Sonne im Arktischen Eismeer spiegelt. Einigen Glücklichen gelingt es, dieses wunderbare Schauspiel mitzuerleben, aber auch bei Nebel oder schlechtem Wetter ist das Nordkap immer ein faszinierendes Ziel voller Anziehungskraft.