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Honningsvag, Norwegen

Honningsvag ist der beliebteste Abfahrtsort in Richtung Nordkap. Die antiken Völker hielten es, genau wie Finis Terrae in Portugal, für das Ende der bekannten Welt. Für sie begann in Honningsvag also eine Reise ins Nichts, zum Übel, in die Hölle. In Wirklichkeit ist das Nordkap trotz seiner wohl ungastlichen klimatischen Bedingungen und seines eisigen Windes, der auch bei strahlender Sonne um die Ecken pfeift, ein ganz ungewöhnlich faszinierender Ort. Es war ein englischer Kapitän namens Richard Chancellor, der im Jahre 1553 auf der Suche nach einer neuen Route nach China das Nordkap entdeckte und taufte. Dieser Zufall erwies sich als wesentlich glücksbringender als seine erfolglose geographische Unternehmung. Denn obwohl er den Weg nach China nicht gefunden hatte, ermöglichte seine Entdeckung einen blühenden Handel mit der russischen Küste von Murmansk und machte ihn zu einem steinreichen Mann. Die erste Gruppenreise zum Nordkap wurde 1875 von der englischen Gesellschaft Cook organisiert. Da in der damaligen Zeit noch keine Straße zu diesem Vorgebirge führte, ging das Schiff in Hornvika, genau unterhalb des Nordkaps, vor Anker und die Touristen überwanden die 307 Höhenmeter bis zum Kap in etwa einer Stunde. Die Straße zwischen Honningsvag und dem Vorgebirge wurde erst 1956 angelegt, und damit begann auch der Nordkap-Tourismus. Das Nordkap liegt auf der Insel Mageroy, die man vom Festland mit Fährschiffen erreichen kann. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde. Um diese Reise zu umgehen, wurde in den letzten Jahren ein 7 km langer, unterirdischer Tunnel angelegt, der dann 1998 eingeweiht wurde. Die Straße zwischen Honningsvag und dem Nordkap ist 34 km lang, die man in einer etwa 45-minütigen Reise hinter sich bringen kann. Diese Straße ist von einer ganz einzigartigen Schönheit. Sie durchschneidet die einzige wirklich polare Landschaft Europas. Die Fahrt endet auf einem felsigen Vorgebirge, das sich aus 307 Metern Höhe steil zum Arktischen Ozean hinunterstürzt: Nordkap. Das Herz des Nordkaps ist der große Pavillon, eine Struktur, die 1988 entstand. Man erreicht ihn nach einem etwa 75 Meter langen, unterirdischen Tunnel, der in einer in den Felsen gegrabenen Höhle endet. Hier bieten sich außer einer Bar auch eine Panoramaterrasse über dem Arktischen Ozean an , von der man einen wirklich eindrucksvollen Blick auf die Weite des Wassers genießen kann (in einem im Vergleich mit den Außentemperaturen warmen Ambiente). Hier findet man außerdem verschiedene Serviceleistungen, Bars und Restaurants, aber auch eine Kapelle und ein Kino, in dem Filme über das Nordkap und die wichtigsten Expeditionen zu diesem Ort gezeigt werden. Außerhalb des Gebäudes befindet sich der Globus, der als Symbol des Nordkaps betrachtet wird. Ihn begleiten sieben Skulpturen in Form großer Medaillons, die "Die Kinder dieser Erde" genannt werden. Die Skulpturen wurden von sieben Kindern geschaffen, die 1988 auf Einladung der norwegischen Regierung eine Woche am Nordkap verbracht haben. Am Ende dieses Aufenthaltes haben sie diese Kunstwerke geschaffen, die den zukünftigen Generationen eine Botschaft der Freude, des Friedens, der Freundschaft und der Solidarität bringen soll. Auf dem Vorgebirge ( und auch während der Fahrt) kann man kleine Steinstapel oder Pyramiden entdecken, die jeder Besucher als ein Souvenir seines Nordkap-Besuchs aufhäuft. Man sagt, sie seien eine Art Glücksbringer.