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Maceio, Brasilien

Die Stadt liegt ungefähr 250 Kilometer südlich von Recife am Meer. Sie besitzt seit hunderten von Jahren ohne Unterbrechung einen sehr schwungvollen Schifffahrts- und Handelssektor und ist die Hauptstadt einer der schönsten und touristisch am wenigsten bekannten Regionen Brasiliens: Alagoas. Der Tourismusboom hat die ursprüngliche Struktur bemerkenswert verändert, die vorher komplett von der Altstadt abhing, die kürzlich restauriert wurde und noch heute das Herz der Stadt bildet. Die Stadt zieht sich entlang der Atlantikküste mit traumhaften Stränden, Luxushotels und den am besten ausgebauten Tourismusstrukturen Süd-Amerikas. Dies war das Gebiet, wo die meisten Sklaven aus Afrika lebten, die sich dorthin auf der Suche nach Freiheit geflüchtet hatten. Diese Freiheit fanden sie in Palmares, einem sehr mächtigen Staat am Ende des 16. Jahrhunderts, der die holländischen Kolonialherren vertrieb und jeden bekämpfte, der ihnen eine Vorherrschaft aufzwingen wollte. Von flüchtigen Sklaven gegründet, war Palmares das Land der Freiheit und Brüderlichkeit. Und noch heute finden sich viele dieser Ideale der geflüchteten Sklaven in Kulturstädten wie Maceio. Die Region Alagoas ist mit Sicherheit eine der dichtbesiedeltsten im Nordosten des Landes. Maceio ist vor allem für seine Strände berühmt, die seit einigen Jahren europäischem Standard entsprechen. Die schönsten liegen am nördlichen Teil der Stadtküste. Geschützt durch eine Korallenbarriere, findet man hier Unterhaltung 24 Stunden am Tag. Ihre Bewohner sind auch besonders Stolz auf die kulturellen Bezüge der Stadt: Das Geschichtsmuseum zeichnet die teilweise dramatische Geschichte der Region nach; das Museum Theo Brandao besitzt eine reiche Sammlung an Objekten und Dokumenten zur Kulturgeschichte der Stadt, die ihre Ursprünge, wie schon erwähnt, in den afrikanischen Sklaven hat. Maceio ist auch die Geburtsstadt von Gininho Britzky, einem der aktivsten Umweltschützer für den Erhalt der Region, der auch deswegen berühmt wurde, weil er Drohungen und Attentaten von multinationalen Gruppen ausgesetzt war, die ihn zum Schweigen bringen wollten. Gininho ist der Vorsitzende der Umweltschutzbrigade von Alagoas und eine Art Prediger, der für die Bewohner von Maceio wenigstens genauso bedeutend ist wie der Papst.