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Malaga, Spanien

Die Araber hielten sie für das Paradies auf Erden und das war vielleicht auch der Grund dafür, warum sie weniger unerbittlich auf ihren Streifzügen wurden, als sie mit dem Gebiet vertraut wurden und in einigen Fällen hier sogar ein Haus bauten. Das gleiche Gefühl von Frieden und Ruhe fanden hier vor ihnen die Phönizier, die dieses Küstenstück entdeckt und es als erste besiedelte hatten (tatsächlich ist der Ursprung des Namens phönizisch "malak") und die Karthager, die hier lange Jahre regierten bis sie es bei den Völkerwanderungen an die Westgoten verloren. Heute ist Malaga ein Tourismus- und Landwirtschaftszentrum mit einer deutlichen Neigung zur Lebensmittelindustrie mit einem florierenden Handel von Obst, Weintrauben und Wein, die in den umliegenden Ebenen angebaut werden. Malaga ist aber auch eine Hafenstadt, von der man nach Granada gelangt, berühmt für die Alhambra, eines der bedeutendsten architektonischen Kunstwerke der Welt und Meisterwerk der arabischen Baukunst. Es ist eine Festung auf der Hügelspitze, die 150 Meter über der Stadt liegt. Es ist das einzige noch erhaltene arabische Bauwerk aus dem Mittelalter. Seine Erhaltung verdanken wir Königin Isabella II., die nach einer langen Phase der totalen Vernachlässigung dessen Restaurierung anordnete. Im Innern der Festung sollten man auf keinen Fall versäumen, die Myrtenhöfe zu besichtigen, die die Seitenflügel des Palastes bilden. Sie waren dem König vorbehalten und erhielten ihren Namen von den Myrtenbüschen, die den mittleren rechteckigen Hof und den Löwenhof umgaben, die mit dem Harem die Winterresidenz des Königs bildeten. Sie sind ein Meisterwerk der maurischen Baukunst mit ihren zwölf Löwenstatuen aus schwarzem Marmor, die den Springbrunnen in der Mitte dekorieren. Heute ist die Alhambra die am meisten besichtigte Sehenswürdigkeit Spaniens. Genauso bemerkenswert ist der Generalife, die Ruhestätte der arabischen Könige, die einen Garten errichten ließen, der dem islamischen Paradies ähnelt. Orangen, Myrten- und Lorbeerhecken, eine Blumenpracht, ein Innenhof mit Springbrunnen und schlanken Säulen, die die Arkaden tragen sowie ein weiterer wunderschöner Innenhof bilden das Bühnenbild für ein orientalisches Märchen. Von Malaga aus gelangt man auch zu einem der beliebtesten Touristenziele der iberischen Halbinsel: Die Costa del Sol mit ihrer Perle Marbella, die mit ihrem internationalen Ruf und Berühmtheit mit Portofino verglichen werden kann. Marbella ist ein modernes Zentrum für den Massentourismus. Jedoch wurde bei der Errichtung neuer Unterkünfte die Altstadt respektiert, wenn nicht gar geschützt, die interessante Einkaufsmöglichkeiten und einen architektonischen Querschnitt durch die Baukunst Andalusiens bietet. Gastronomisch ist Andalusien wenigstens genauso abwechslungsreich wie geographisch: Fisch und Meeresfrüchte an der Küste, würziges Fleisch begleitet von Spezialitäten aus der arabischen Küche bilden die Hauptgerichte köstlicher Mittagessen, zu denen man einen kräftigen Wein trinkt, der zu den besten Europas zählt.