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Martinique, Kleine Antillen

"Du bist das, was du sprichst, du bist das, was du isst" lautet ein Sprichwort, das ganz treffend dieses Volk beschreibt, das auf den zauberhaften Inseln von Martinique lebt, die mit Sicherheit zu den schönsten Winkeln der Karibik gehören. In Martinique spricht man "kreolisch", ein ungewöhnlicher, ja fast musikalischer Dialekt, der sich aus verschiedenen Sprachstilen zusammensetzt, hauptsächlich englisch, französisch und holländisch. Die kreolische Küche besitzt ihrerseits die gleichen Charakteristika: sie ist schmackhaft und würzig, ja fast schon feurig, sie kann gleichzeitig erlesen, aber auch sehr natürlich sein. Von Frankreich hat Martinique und im Besonderen seine kommerzielle und wirtschaftliche Hauptstadt Fort de France, Sprache, Architektur, Küche und einen gewissen Stil geerbt, doch auf der anderen Seite ist das Land auch stark von der afrikanischen Kultur beeinflusst. Zu den ersten "Touristen", die Martinique besuchten, gehörte Kolumbus, der hier 1502 an Land ging. Dann kamen die Franzosen und danach die Spanier. Diese wurden des vehementen Widerstands der Einheimischen müde und verließen die Insel in der zweiten Hälfte des 17. Jh. Es waren die Franzosen, die wiederkamen und die mit dem Anbau von Zuckerrohr die Insel kommerziell ausbeuten sollten: die Sklaven änderten systematisch die Kultur und die Gesellschaft der Insel, die unzertrennlich mit Frankreich verbunden blieb. Über der Insel erhebt sich der gewaltige Vulkan Pelee, der mit seinem bedrohlichen Schatten die Bevölkerung an die unbezähmbare Kraft der Natur erinnert: 1902 zerstörte ein überraschender Ausbruch die damalige Hauptstadt St. Pierre praktisch bis auf die Grundmauern und tötete fast alle 30.000 Einwohner. Das wirtschaftliche Leben von Martinique ist eng an den Fremdenverkehr gebunden, der besonders in den letzten Jahren eine sehr günstige Entwicklung genossen hat: sowohl der Anbau exotischer Früchte als auch die Aktivität der Destillerien hat zu einem deutlichen Handelsaufkommen zwischen den einzelnen Inseln geführt. Die deutlichste Spur hat Frankreich wohl in Fort de France hinterlassen: nach der Zerstörung von St. Pierre hat Fort de France das kommerzielle und institutionelle Erbe der damaligen, vom Vulkan Pelee vernichteten Hauptstadt angetreten. Es ist das wichtigste Handelszentrum der Insel. Seine Bucht ist unglaublich eindrucksvoll und gehört mit Sicherheit zu den schönsten der ganzen Welt. Besonders faszinierend sind auch die zahlreichen Gärten und Stadtparks, unter denen La Savane mit ihren fünf Hektar heraussticht. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kathedrale Saint Louis mit einem Kampanile, der 1895 in katholischem Stil errichtet wurde. Bekannt ist auch die Schoelcher Library, die von dem berühmten Architekten Henry Pick erbaut wurde, und die zu den bedeutendsten kulturellen Einrichtungen in diesen Breitengraden gehört. Sie wurde für die Weltausstellung in Paris im Jahre 1893 errichtet, und fünf Jahre später Stein für Stein hier wieder aufgebaut.