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Olympia, Griechenland

Es handelt sich um einen kleinen und erst in der zweiten Hälfte des 19. Jh. gegründeten Hafen. Er ist unvermeidlich und eng mit dem sagenhaften Olympia, ganz in der Nähe gelegen, verbunden: die Annalen erzählen detailgetreu von seiner Entstehung und Geschichte. Ihnen zufolge soll Olympia ein Hirtendorf gewesen sein, das vom Obergott im Olymp höchstpersönlich auserwählt wurde, um den eigenen Götterkult unter den Griechen zu verbreiten. Olympia ist zusammen mit dem Apoll und Athen gewidmeten Delphi eine der bedeutendsten mythologischen Kultstätten des alten Griechenlands: hier entstanden die Olympischen Spiele. Nach hellenistischer Legende wurden sie zu Ehren des Pelopos, einer Figur der griechischen Mythologie, die auch dem Peloponnese den Namen gab, eingeführt. Diese Version der Entstehung der Olympischen Spiele wurde auch von dem berühmten Dichter Pindar bestätigt. Am Anfang fanden die Spiele nur einen Tag lang statt und wurden oft von religiösen Zeremonien unterbrochen. Sie bestanden aus Wettrennen und dem militärischen Leben entliehenen Disziplinen, die alle mit großer Fairness durchgeführt wurden. Dann dehnten sich die Spiele, die alle vier Jahre zur Sommersonnwende stattfanden, bis auf mehrere Wochen aus. Während ihres Verlaufs mussten alle kriegerischen Auseinandersetzungen unterbrochen werden, um das sportliche Ereignis zu ermöglichen. Die Regeln der Olympiaden waren eisern: Frauen durften, mit Ausnahme der Priesterin Hera, unter Androhung der Todesstrafe nicht an den Spielen teilnehmen und die Athleten mussten alle Griechen sein. Die Sieger (damals gab es weder Sponsoren, noch Geldaufwendungen) erhielten als Preis den Ruhm, die Eintragung in eine goldene Tafel auf dem Siegesstein und eine Statue, die höchstens lebensgroß sein durfte. Nach 1200 Jahren ununterbrochener Olympiageschichte wurden die Spiele 393 n. Chr. von Theodosius I. ausgesetzt, um 1896 in Athen auf Initiative des französischen Barons Pierre de Coubertin wieder aufgenommen zu werden. Das ganze Leben Olympias findet innerhalb der heiligen Mauern des Pilgerorts statt. Hier befanden sich die Tempel und alle Kultstätten. Olympia wurde 1776 entdeckt, doch die wichtigsten Ausgrabungsstätten sind erst in jüngster Vergangenheit entstanden: der Zeustempel zum Beispiel wurde vollständig von deutschen Archäologen ans Tageslicht gebracht. Sie waren sogar in der Lage, einen Teil der vorderen und seitlichen Säulen wiederherzustellen, indem sie Siegerstatuen der Olympiaden, Votivgaben und kleine Tempel zusammentrugen, die von in dieser Gegend recht häufig vorkommenden Erdbeben zerstört worden waren. Der älteste Teil der Pilgerstätte war Hera geweiht. Er wurde, sofort nach dem Verbot des heidnischen Kults durch Theodosius, geplündert und sodann zerstört. Besonders eindrucksvoll ist das Stadion, in dem 45.000 Zuschauer Platz fanden. Hier wurden verschiedene Votivgaben wiedergefunden. Herausragendes Beispiel ist der Helm des Milziades, der Marathon nach dem athenischen Sieg gewidmet wurde. Noch heute sind im Inneren des Stadions die Start- und Ziellinien für die Wettrennen sichtbar. Alle Fundstücke werden heute im Museum aufbewahrt.