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Piräus/Athen, Griechenland

Die Wiege der griechischen Zivilisation und Kultur, definiert als eine der mächtigsten und bedeutendsten der Geschichte, ist Athen heute eine Metropole mit fast sechs Millionen Einwohnern, die in der Tat ein Drittel der griechischen Gesamtbevölkerung ausmacht. Die Stadt lebt in einem dynamischen und kreativen Chaos, das gerade in seiner unglaublichen Bevölkerungsdichte seine interessanteste Eigentümlichkeit findet. In Wirklichkeit, trotz ihrer Weitläufigkeit (Piräus ist das Hafengebiet und gehört inzwischen zur Stadt) konzentriert sich das politische und administrative Leben der Stadt und damit auch des Landes auf einige wenige Quadratmeter zwischen dem Syntagma -Platz (Platz der Verfassung), der Akropolis und dem Omonia-Platz. Die Mythologie um die Geburt der Stadt ist wirklich faszinierend. Athen stand im Mittelpunkt eines Streits der Götter, der sich mit einem Friedensangebot von Athene, der Göttin der Weisheit, löste und die daraufhin vom Götterrat zur Stadtherrin ernannte wurde. Nach den geschichtlichen Überlieferungen, die weniger sagenhaft sind, gründeten die Phönizier wenigstens 2.000 Jahre vor Christi Geburt die Stadt. Als Gründungsväter der Demokratie, der Regierung des Volks, waren die Athener gezwungen, einige Versuche zu unternehmen, bevor sie ihr eigentliches Ziel erreichen konnten, das regelmäßig mit einem Bürgerkrieg und einer Diktatur endete. Ihre außergewöhnliche kulturelle Stärke beherrschte Jahrhunderte hindurch das Mittelmeer und wurde schließlich den gewalttätigen und wenig rücksichtsvollen Interessen anderer Volksstämme ausgesetzt. Athen wurde beraubt, geplündert und in Flammen gelegt und das wenigstens dreißig Mal seit dem 4. Jahrhundert n. Chr. bis 1400 als die Stadt, die nun mehr nur noch ein Dorf mit wenigen Einwohnern zu Füßen der Akropolis war, den Türken übergeben wurde. So wie sie sich entvölkert hatte und verarmt war, erlebte Athen nach dem zweiten Weltkrieg in einer rasenden Geschwindigkeit einen unglaublichen Bevölkerungszuwachs, so dass jährlich 100.000 Personen in die Stadt zogen, herbeigerufen von einer anwachsenden Industrie und dem wiederauflebenden Hafen. Bei soviel wirtschaftlichem Interesse wurde dann auch die Bewahrung der geschichtlichen Spuren, die über Jahrhunderte auf eine harte Probe gestellt worden waren, vernachlässigt. Die Akropolis ist selbstverständlich die Kultstätte der griechischen Hochkultur, ein steiler Kalkfelsen, der sich 60 Meter über einer kleinen und trockenen Ebene erhebt und die Stadt überragt. Sie ist ein sicherer Ort, in deren Burg man Schutz suchte. Mit dem Bau des ersten Tempels, der Athene geweiht wurde, begann die Umwandlung der Festung in ein Heiligtum, in dem die Schönheit Vorrang vor dem Gebet für die Götter hatte. Das Museum der Akropolis sammelt alle Gegenstände, die in und um die Akropolis gefunden wurden: So kann man hier das Odeon von Herodes Attikus sehen, das Dionysostheater, die Musenhügel, die Agora, die in der Antike das gesellschaftliche Zentrum war, Museum und Tempel des Hephaistos und die Kirche der Heiligen Apostel. Hinsichtlich des Essens gibt es keinen Grund zur Sorge: Die Besonderheit der griechischen Küche besteht darin, dass sie sich aus vielen kleinen Gerichten zusammensetzt, die ein Hauptgericht begleiten, das normalerweise aus Fleisch besteht. Man sollte auf gar keinen Fall versäumen, Baklava zu probieren, eine mit Honig zubereitete Süßspeise. Wer gerne einkauft, sollte auf jeden Fall die traditionellen Märkte in Athen besuchen. Ganz in der Nähe von Athen befindet sich eine der schwierigsten Konstruktionen der Menschheit: der Kanal von Korinth. Ein geradezu "verrücktes" Bauunternehmen, das von Nero begonnen und erst im letzten Jahrhundert beendet wurde. Die herrlichen Foren sind in ihrer Weitläufigkeit und reichen Ausstattung von den romanischen inspiriert und wahrscheinlich genauso berühmt ,aber weniger interessant als die des antiken Korinth.