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Rio de Janeiro, Brasilien

Eine Postkarte reicht schon aus, um das Außergewöhnliche dieser Stadt zu verstehen. Denn der Blick aus dem Flugzeug über die Stadt oder das Panorama vom Meer her ankommend, gleicht das Bild, das Rio de Janeiro von sich gibt, einer Fotografie. Eine Landschaft aus Pappmaché, die von einem großen Künstler modelliert wurde, mit Buchten, städtischen Ansiedlungen, die wie durch einen glücklichen Zufall zusammenstehen, Berggipfel und Klippen, die die Küste mit ruhiger Regelmäßigkeit beherrschen. Rio de Janeiro wurde 1502 von einem unbekannten portugiesischen Seefahrer entdeckt, Gaspar de Lemos. Er war es, der Rio de Janeiro als den "Fluss des Januar" definierte. Er war davon überzeugt, sich an einer Flussmündung zu befinden. Dabei waren diese Buchten nur die geschickte Zeichnung eines geologischen Wunders. Unverständlicherweise waren die Portugiesen, zumindest zu Anfang, nicht besonders angezogen von diesen Stränden und der Stadt, die unterhalb des Zuckerhuts entstand, und zogen ihr das spirituellere Salvador vor. Und so war Rio unter der Vorherrschaft der Franzosen und Spanier den verschiedensten Einflüssen ausgesetzt. Erst als die Stadt einen eigenen Ausdruck Physiognomie entwickelte, übernahmen die Portugiesen wieder die Kontrolle über die Stadt. Die damaligen Gouvernateure, wir befinden uns im 16. Jahrhundert, begannen Forts an der Küste und auf den Anhöhen zu errichten. In 150 Jahren errichteten sie sechs von großer Bedeutung für die Verteidigung dessen, was sie ihren Tresor nannten. Rio war tatsächlich eine Art Fort Knox des portugiesischen Imperiums. Hier kam das Gold aus den Gruben an, die unerschöpflich schienen, und von hier wurde es auch über das Meer zur iberischen Küste verschickt. Dadurch war Rio vielen Piratenangriffen ausgesetzt, wovon einer 1711 die Stadt in Flammen setzte. Die Portugiesen wurden von der Not leidenden Bevölkerung verjagt, mit der jedoch viele Europäer leben wollten. So entstand die gemischte und heterogene Bevölkerung, die wir heute kennen. Um 1800 explodierte Rios Stadtbild mit der Ankunft von Tausenden von Europäern, Deutschen, Italienern und Portugiesen, die hier ihr Glück suchten. Heute zählt Rio 11 Millionen Einwohner und ist die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Sie hat 320 km Küste am Atlantik und besitzt die schönsten Strände der Welt: Copacabana, Ipanema, Barra. Die Luxushotels stehen im krassen Gegensatz zu der Armut der Favelas und zeigen das größte heutige Problem Rios: die sozialen Missstände.